Von Anfang an eine Live-Band, die das Publikum mitreißt,
doch wer kennt eigentlich die ganze Geschichte?

ORPHEUS wurde im Mai 1988 vom gebürtigen Berliner Michael Marotz in
Balingen im Schwabenland gegründet.

Als Sänger, Texter,  Komponist und Gitarrist hatte er in Stefan Kamert
einen überzeugenden Lead-Gitarristen, in Werner Gulde einen
mächtigen Schlagzeuger und in dem russisch-stämmigen Musiklehrer
Waldemar Altergott einen Bassisten der Extraklasse gefunden.

Der erste öffentliche Auftritt fand im August 1988 statt,
darauf folgten Konzerte in Jugendhäusern und Clubs, auf Festivals
und Open-Air-Veranstaltungen und in Discotheken.

Im Mai 1989 wurde ein erstes Demo-Tape produziert.
Die Medien horchten auf und die Presse berichtete stets positiv.
Diese Mischung aus Blues- und Folk-Rock, Rock-Balladen und einem
Hauch Heavy-Rock hatte einen ganz besonderen Reiz.

So war es auch nicht verwunderlich, dass in kurzer Zeit ein
beachtliches Repertoire von mitreißenden Stücken entstand,
die auch heute noch ihren festen Platz bei Konzerten haben.

Im März 1991 erschien dann die erste Schallplatte mit ORPHEUS,
der Rocksampler "Local Heroes" vom Balinger Rockverein.
Mit dabei der neue Bassist Rolf Steinmann.
Eine weitere Stufe auf der Erfolgsleiter war erklommen.

Wenig später kam es dann zur überraschenden Auflösung der Band.
Was war geschehen? Man hatte sich voneinander entfernt.
Während die Band sich in Richtung Hard- und Heavyrock entwickeln
wollte, strebte Micha, als Kopf von Orpheus,
mehr dem Blues und Folk zu.

Aber das war nicht das Ende von Orpheus. Nach einer kurzen
kreativen Pause geschah eine entscheidende Veränderung.
Micha zog 1992 nach Berlin und Orpheus wurde neugegründet.

Mit dem Lead-Gitarristen Michael "Harry" Harren und
Roland "Rols" Eichler am Schlagzeug sowie
Daniela Wille als neue Bassistin spielte sich Orpheus
durch die Berliner Rock-Locations.

Im Jahr 2000 war es dann endlich soweit, die erste eigene CD
"For Friends" wurde in einer limitierten Auflage produziert.
Sie war schnell vergriffen und bildete den Grundstein
für das, wofür Orpheus bekannt ist: Fesselnde Live-Musik,
mit berührenden Texten und einem Sound voller Energie.

Der Lovesong "Das Pärchen aus dem Märchen" verzaubert
auch heute noch das Publikum und die Rocknummer "Say Goodbye"
begeistert mit ihren an Irischen Folk erinnernden Elementen.

Bereits 2002 sollte das nächste Album folgen.
Nach einem Besetzungswechsel am Bass war jetzt Matthias
"Matze" Schmidt
für die tiefen Töne zuständig.

"Closer To You"  steckt voller  Abwechlung und setzt die
Irish-Folk-Linie mit "The Irish" fort. Das letzte Stück der CD,
"Unemployed" war allen Konzertbesuchern schon gut als
Pausenknaller bekannt, und das 9-minütige "Waiting"
lässt zum ersten Mal das Australische Didgeridoo erklingen.

Mitte 2002 bis Mitte 2003 hatten Orpheus mit dem Kanadischen
Geiger Patrick Gouthreau eine interessante Facette ihrer
ohnehin schon sehr abwechslungreichen Musik zu bieten.

Einige Zeit erfolgreicher Auftritte war vergangen, als der
neue Bassist Thomas "Tom" Krug zur Band kam.
Außerdem hatte man mit Daniel Broz am Dudelsack eine
echte Bereicherung für die Band gefunden.

Auch der Lead-Gitarrist musste ersetzt werden.
Die schier unendliche Suche nach einem neuen Saiten-Genie
führte über viele Stationen. Kurze Zeit spielten so u. a.
Andy Malecek (Ex-Europe, Fair Warning, Last Autumn's Dream),
Martin Siegener, Heinz Großheim und Achim Wolff bei Orpheus, bis
dann endlich der geniale Lead-Gitarrist Michael "Mike" Lohrenz
gefunden wurde. Seine metallischen Wurzeln
prägten den Sound der Band stark und
haben ihm den Beinamen Flinkfinger eingebracht.

Anfang 2005 kam dann der fünfte Mann zur Band,
der Didgeridoo-Spieler Thomas "Tomez" Meiser,
gleichzeitig Webmaster der neuen Homepage.
Jetzt endlich konnte auch "Waiting" wieder mit dem
von den Fans geliebten Didgeridoo-Part gespielt werden.

Inzwischen wurde intensiv an einem neuen Album gearbeitet.
Ein neues Didgeridoo-Stück sollte entstehen und ebenso
neue Dudelsackstücke mit dem beliebten Piper Daniel.
Aus dem umfangreichen, zur Verfügung stehenden
Songmaterial kristallisierten sich nach und
nach die Favouriten heraus.

Im März 2006 erschien das neue Album "Broken Heart"
mit 15 Stücken bewährter Rockmusik aus Michas
Feder, abwechslungsreicher und vielseitiger denn je.
Neu aufgenommen wurde "Das Pärchen aus dem Märchen",
das jetzt trotz Romantik deutlich rockiger klingt.
Die neue Hymne "Tullamore" wird sicher nicht nur die
Freunde des Dudelsacks begeistern. Ein Liebeslied
der Extraklasse ist das wunderschöne "Unsterblich" und
wenn die Wände und der Fußboden beben, läuft
wahrscheinlich "The Indidge", Australien lässt grüßen.

Die Besetzung der Backgroundstimmen durch den
Stangenhupenbläser Tomez (wie die Band manchmal witzelt)
und Mr. Bigfinger Tom machten den Live-Sound noch
ausdrucksstärker und lebendiger und trugen nicht
unerheblich zum frischen, neuen Sound von Orpheus bei.

In dieser Zusammensetzung hatte die Band eine gute Basis
gefunden, um die Erfolgsgeschichte um Michael Marotz
und seine Orpheus-Rock-Vision weiterzuführen.

Umso überraschender war für alle der Weggang vom
Bassisten Thomas "Tom" Krug im August 2006.
Viele gute Jahre musikalischer und freundschaftlicher
Bereicherung hinterließen eine schmerzhafte Lücke,
die aber glücklicherweise recht schnell vom alten und
neuen Mann am Bass Matthias "Matze" Schmidt
vom Album "Closer To You" hervorragend
ausgefüllt werden konnte. Mit seinem lebendigen und
frischen Bass-Spiel war Captain Proton Matze nicht
nur ein Pflaster für die Wunde, sondern genau
der richtige Mann für die tiefen Töne auf der Bühne
und erst recht im Proberaum, - Balsam für die Ohren.

Einige Zeit später kam dann die Geigerin Anja Westenberg
als Unterstützung zur Band, sodass der ohnehin schon schillernden
Aura von Orpheus eine weitere Facette hinzufügt werden konnte.
Sowohl Neuinterpretationen altbekannter Stücke als auch
Neukompositionen mit beeindruckender Tiefe waren das
Ergebnis dieser Liaison, einer Liebesbeziehung zur Musik.

Jetzt ging es mit großen Schritten voran. Viele neue Songs,
unzählige Konzerte, enormer Spaß im Proberaum und
natürlich auch Pläne für ein neues Album.
Im Proberaum und auf der Bühne wachsen nicht nur
Freundschaften, - Weiterentwicklung und Vielseitigkeit sind
auch die Basis für Spaß und Freude beim Musizieren und
für die Garantie, dass Orpheus die Fangemeinde
immer wieder mit neuen und alten Kompositionen
in Euphorie versetzen können wird.

So dachten wir bis zu dem Tag, an dem unser
Guitar-Hero Mike uns verließ.
Ein herber Verlust, schließlich war Mike Flinkfinger
maßgeblich für den Sound des neuen Albums prägend.
Aber wie so oft schon in der bewegten Geschichte
der Band lag das Gute so nah.
Der Neue musste natürlich kräftig üben, aber ganz so neu
war das ja alles nicht für ihn. Deshalb dauerte es
gar nicht mal so lange und die Band stand wieder
auf der Bühne, - mit Michael "Harry" Harren, dem guten
alten E-Gitarristen aus den guten alten Tagen, -
Harry hatte nach Hause gefunden, wie er es ausdrückte.

Lange hielt er es aber zu Hause nicht aus.
Kurze Zeit später spielte noch einmal Mike die E-Gitarre,
bis es dann Achim war, der in die Lücke sprang.
Das passte, Achim hatte sich weiterentwickelt, war hoch
motiviert und gut drauf. Er war der Mann der Stunde.

In jüngster Zeit spielten dann gelegentlich Georg als
zusätzlicher Mann an der Perkussion und Mike als
immer wiederkehrender Gast, der es nicht lassen kann,
was uns sehr freut, auf den Konzerten.

Die Götter meinen es gut mit Orpheus.
Alles fügt sich, der Weg geht weiter.
Nur bei Orpheus findet man einfühlsame Lovesongs und harte
Rocknummern mit Dudelsack-Perlen, Didgeridoo-
Ausflügen, groovenden Geigenklängen und intelligenten Texten,
die das Publikum zum Seufzen und zum Toben, aber
auch zum Nachdenken und vorallem Nachfühlen
bringen. Das ist wohl gemeint, wenn man das Motto
der Band sieht: Rockmusik für Leib und Seele!

Musik, die das Leben schreibt und die vom Leben berichtet.